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Vor einigen Jahren waren es noch Experimente, mittlerweile sind wir in der "early majority" angekommen. 

Gespräche, Moderationen, Coachings zwischen Menschen, die nicht in einem Raum sitzen, sind "normaler" geworden.

Dabei hat sich gezeigt, was "funktioniert" und was eher nicht.

  • 1:1 ist "gar kein Problem", auch intensive Coachings, WENN man keinen Zeitstress hat und ungestört ist (aber das gilt ja auch sonst). Zusätzlich hilft es, wenn die beiden Texte und Grafiken teilen können. Dazu braucht es ein wenig Kompetenz und die richtige Software.
  • In kleinen Gruppen (etwa bis 9 Personen) kann man sich noch gut austauschen, auch wenn es keine strenge Moderation gibt. Dabei hilft es, wenn man die Leute sieht und sie in ihrer Körpersprache darauf hinweisen, dass sie als nächstes etwas sagen wollen.
  • In größeren Gruppen kann man einerseits ganz gut Inhalte vermitteln, indem man gleichzeitig eine Präsentation teilt. Danach empfehlen sich "Breakoutgroups" - also digitale Kleingruppen für 10 bis 30 Minuten, 2 bis 5 Personen, die sich über das Gehörte austauschen. Dabei hilft es manchmal, wenn man ihnen Leitfragen mitgibt für den Austausch. Danach kann man Fragen / Rückmeldungen zusammen sammeln. Bei größeren Gruppen bewährt es sich, dass man nicht einfach alle gleichzeitig sprechen lässt, sondern dass man die Leute bittet, dass sie ihre Frage im Chatfenster benennen und der Moderator dann einzelne Fragen heraus nimmt und bei Bedarf die Person auch reden lässt. Für große Gruppen gilt jedenfalls auch, dass man als Moderator kontrollieren können soll, ob jemand sprechen darf oder nicht.

 

Die weiteren Funktionen bereichern die Gesprächsqualität:

  • Das Chat-Fenster - für Kommentare, dass jemand gehen muss, für Links, Literaturtipps etc
  • Die Bildschirmfreigabe, damit die Leute bei Präsentation mitschauen können oder wenn man Grafiken etc. zeigen möchte. Wer es kann, kann so den anderen auch live entstehende Grafiken vermitteln.
  • Google-Docs: Es ist gute Kultur in manchen Runden, dass sie parallel zu einer Arbeitsgruppe ein Dokument offen haben, in dem sie mitschreiben, was aus ihrer Sicht die wesentlichen Punkte / Ergebnisse der Diskussion sind.

 

Für online gilt natürlich: Es ist alles Käse, wenn

  • die Leute nicht ungestört sind
  • die TeilnehmerInnen sich nicht "stumm/mute" schalten und mit Papier hantieren, der Sessel knarrt etc.
  • TeilnehmerInnen später kommen / früher gehen, weil es ja "nur online" ist.
  • die Internetqualität der einzelnen Personen schlecht ist und man zu wenig versteht, die Leute immer wieder rausfallen etc.

 

Vorteile:

  • Zeitersparnis (Wegfall von Wegzeiten)
  • manche Personen würde man live gar nicht zusammen bekommen (international ...)
  • Man kann ohne Aufwand die Gespräche aufzeichnen und nachhören. Das kann für Coachees eine wunderbare Möglichkeit, sich nochmals alles in Erinnerung zu rufen. Es kann aber auch für Personen hilfreich sein, die ein Treffen versäumt haben! Das wäre für Live-Treffen mit großem Aufwand verbunden.

 

Software:

  • Ich verwende Google Hangouts und Skype, wenn das die Software ist, die meine KlientInnen bevorzugen.
  • Mittlweile bevorzuge ich zoom.us. Auch die kostenlose Basisversion kann alles, was ich brauche: Aufzeichnen, sich auf stumm stellen, Video wegschalten, Bildschirm freigeben, als Moderator andere stumm schalten, Untergruppen zusammenstellen (mit System oder Zufall) und mich als Moderator hinein schalten. Dazu kommt, dass man sich über zoom nicht anruft, sondern man im Vorfeld einen "Raum" definiert (mit einer url), den dann alle anrufen. Es klappt also auch, wenn der Moderator nicht der erste ist.

Ich freue mich auf Rückfragen und eigene Erfahrungen!